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Historie


Meilensteine, Zahlen und Fakten zum »Weber an der Wand«

Im 18. Jahrhundert hatte sich ein Einsiedler, der Eremit Hieronymus, im Felsen der "Weberwand" eine Zelle in deren Einbuchtung hinein gebaut. Er heilte damals die Oberaudorfer mit seinen Pflanzenmixturen und wurde aus Dankbarkeit mit allem Notwendigen zum Lebensunterhalt versorgt.


Anfang des 19. Jahrhunderts entsteht dort eine Dorfschule. 1809 erwirbt Webermeister Georg Seywald die Eremitenklause und baut das Haus unter dem monumentalen, überhängenden Felsen direkt an die Felswand, um sich das Errichten der Rückwand und die Hälfte des Daches zu ersparen. Einige Jahre übte er dort sein Gewerbe als Weber aus, bis er auf seinen Wunsch hin das Recht zugesprochen bekam, eine Gastwirtschaft zu betreiben.


Aufgrund der liebenswürdigen Gastfreundlichkeit, der Besonderheit und des fantastischen Ausblicks auf den mächtigen Zug des "Kaisergebirges", wurde der "Weber an der Wand" so berühmt, dass dort Kaiser, Könige und Fürsten, Künstler, Dichter und Gelehrte verweilten. Unter ihnen 1823 Zar Alexander I. von Rußland, der der Wirtin zwei Golddukaten schenkte, König Ludwig I. und König Max II. und Prinzregent Luitpold von Bayern, die Grafen Kobell, Pallavicini und Pocci oder die Dichter bzw. Künstler Ludwig Steub und Schraudolph aus München und der Erfinder der Deutschen Kurzschrift, Franz Xaver Gabelsberger.
1827 erhält er die Bierschankgerechtigkeit durch König Ludwig I. 1854 übernimmt sein Schwiegersohn Christoph Schober den Besitz.


Seit weit über 30 Jahren ist der "Weber an der Wand" im Besitz vom Münchner Siebdrucker Konrad Walser. Innerhalb von 20 Jahren hatte er es aufwendig und mit viel Liebe zum Detail restauriert.